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Ich freue mich über Ihren Gästebucheintrag! Es wäre darüberhinaus eine wertvolle Hilfe, wenn Sie nach Lektüre des "Sprutz" (bzw. "Geflüchtet") eine ehrliche, kurze Rezension (Bewertung) auf meiner Amazon-Buchseite abgeben könnten. Zumal auch einige pensionierte NVA-Offiziere speziell aus Tautenhain nichts unversucht lassen, mein Buch bzw. meine Glaubwürdigkeit dort zu diskreditieren. (PeterTannhoff)

 

Besondere Beiträge (must reads)

  1. 02.03.2017 Andreas M.
  2. 15.07.2014 Andreas Riedel
  3. 21.01.2010 Felix Lehr
  4. 05.01.2010 Detlef Menzel
  5. 12.04.2006 Tim Krüger
  6. 26.02.2006 Michael Prall
  7. 07.06.2006 Reiner Dittmar
  8. 26.04.2006 Klaus Müller

04.10.2017

Andre Konieczek

Hallo, ich kann Dir in Allem nur beipflichten. Danke für diese Seiten. Ich selbst wurde dort zum 01.November 89 gezogen. Du kannst Dir vorstellen, was dann erst abging. Gottseidank nur ein halbes Jahr. Ich war einer der ersten, der als Zivi raus war. Und wie ich freiwillig alle leeren Flaschen am Gelände noch schnell sammelte...

 

 

07.09.2017

Frank Paul

Hallo Herr Tannhoff,
nachdem ich durch Zufall (Link von einer die NVA verklärenden Website, die Sie als "Nestbeschmutzer" bezeichnet) auf Ihre Seite gelangt bin, habe ich mir die 2 Bücher sofort bestellt und an einem Tag durchgelesen. Meinen Grundwehrdienst bei der NVA habe ich vom Mai 76 bis Oktober 77 abgeleistet. Davon 7 Monate beim WSB40 (Wach-und Sicherstellungsbataillon 40) in Wildpark West bei Potsdam und den Rest beim AB11 (Aufklärungsbataillon 11) in Bad Frankenhausen. In "Wildwest" war bis 1945 Göring's Luftwaffenführungsbunker, zu DDR-Zeiten das Kommando Landstreitkräfte und jetzt meines Wissens das Einsatzführungskommando der Bundeswehr für die Auslandseinsätze untergebracht. Dort musste ich als 23-jähriger am 5. Mai 76 antreten. Die Beschreibungen in "Sprutz" haben bei mir sofort Erinnerungen an die schwärzeste Zeit meines Leben geweckt.

Da meine Frau und ich  schon Ende 75 unsere Hochzeit für Juni 76 geplant hatten und es eine Doppelhochzeit werden sollte (meine Frau hat noch eine Zwillingsschwester) kam der Einberufungsbefehl natürlich zur Unzeit. Wir wollten aber nicht die ganze Planung umstoßen und so habe ich nach der Grundausbildung 4 von möglichen 5 Tagen Sonderurlaub für meine Hochzeit bekommen. Allein der Abzug von dem einen Tag war reine Schikane. Ich hatte mir während der Grundausbildung wirklich die größte Mühe gegeben, nicht unangenehm aufzufallen, aber dem KC hat wahrscheinlich meine Nase nicht gepasst, was ich die nächsten Monate noch reichlich zu spüren bekommen sollte. Die EKs waren nicht mal die Schlimmsten, aber unter den Uffzen gab es welche mit wirklich sadistischen Anlagen, die auch in der SS höchstwahrscheinlich groß 'rausgekommen wären. Besonders unangenehm ist mir da Uffz. Stacker (ein Zehn-Ender) in Erinnerung geblieben.

Nur eine bezeichnende Episode: Da meine Frau in Berlin studierte, konnte sie mich öfter besuchen, da Potsdam trotz des Umweges durch die Mauer von Berlin aus relativ gut erreichbar war. Sie saß also wieder mal im Besucherraum und wartete auf mich. Wir hatten Wache gestanden und als "Springer" mussten wir noch den Wachaufzugsplatz fegen. Nachdem wir das gemacht hatten sind wir in die Kompanie marschiert, ohne uns von dem neuen Wachhabenden abzumelden. Das war ein unerhörtes Vergehen und ich musste in Schwarzkombi den Besucherraum saubermachen in dem meine frisch Angetraute saß...

Der mörderische Wach-Rhythmus hat mich wahrscheinlich auch meinen gesunden Schlaf gekostet. Wir mussten eine Woche Wache schieben und eine Woche die Buden der Offiziere saubermachen oder hatten Ausbildung. Ich tat dann alles, um dort wegzukommen, auch wenn ich dadurch die Nähe zu meiner Frau verlieren sollte. Ende November bin ich dann nach Bad Frankenhausen versetzt worden, wo es zwar auch nicht paradiesisch zuging, aber ich musste nicht mehr so viel Wache stehen,  die Uffze waren zwar auch nicht die hellsten aber nicht solche Faschisten wie in "Wildwest".
Es gibt viele Parallelen zu Ihrem Buch. Ich hatte dann durch Zufall (die Großtante meiner Frau hatte in BaFra eine Bekannte) die Möglichkeit Motorrad und Zivilklamotten am Standort zu haben und bin dann bei jeder sich bietenden Gelegenheit 115 km nach Hause gedüst. Ende August haben sie mich dann erwischt, ich bin aber glimpflich sogar ohne "Bau" nur mit Ausgangssperre und Streichung eines Tages Urlaub davongekommen. Dieses milde Strafmass habe ich mir so erklärt: Sie brauchten noch jeden einigermaßen sportlichen Typen (das war ich - jedenfalls damals) um bei der halbjährlichen Abschlussüberprüfung nicht unangenehm  aufzufallen. Ich nehme an, dass unser KC dann gar nicht höhern Orts Meldung von meinem Vergehen gemacht hat. Vertuscht wurde ja vieles bei dem Verein.
Jedenfalls bin ich dann am 27.10.1977 (den Tag vergesse ich nie) endlich aus diesem Irrenhaus 'rausgekommen. Es waren anderthalb verlorene Jahre meiner Jugend und es packt mich heute noch die Wut, wenn ich an die Sinnlosigkeit denke. Ich kann auch Leute überhaupt nicht begreifen, die von ihrer Armeezeit schwärmen. Zum Glück hat meine Frau "durchgehalten", was ich ihr heute noch hoch anrechne.

Ihr Buch ist jedenfalls ein absolut authentisches Zeitdokument und ich danke Ihnen dafür.
Herzlichst F. Paul
 

 

 

21.07.2017

Thomas Rothe

Nachdem ich Dein Buch "Sprutz" gelesen habe, kommen alle Erinnerungen an Totenhain zurück! Ich war EK 86/1 und möchte mich  allzu gerne an diesem Offiziersgesocks rächen! Dein Buch gehört als  Abdruck in die Bildzeitung. Jeder soll wissen, was diese Drecksäue mit uns gemacht haben! Jeder soll wissen, was bei den Kommunisten ein  Menschenleben galt, nämlich einen alten Scheißdreck!! Also bitte, verkaufe Dein Buch an die Bild!! Falls Du für den Wahrheitsgehalt eine Unterschrift brauchst, ich unterschreibe sofort!! 

Herzlichen Gruß!

 

 

02.03.2017

Andreas M.

Nachdem ich hier nun auch schon viele Jahre diese Seiten lese, werde ich mich heute auch mal verewigen. Eingezogen wurde ich im Oktober 1988 nach Tautenhain. Mit 25 Jahren schon recht alt für die Scheisse, aber was soll`s, es war ja Pflicht. Und so wurde ich K8 in der 2.Startbatterie bei Hauptmann Lingel. Ich war ein fröhlicher Mensch bevor ich als Soldat nach Tautenhain kam. Ich bekam Ärger mit dem System, meine Ehe ging zu Bruch und ich wollte mir damals dort auf Wache die Kugel geben. Diese Momente gehen mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich bin froh darüber, dass mein Zeigefinger damals nicht gezittert hat. Für wen, man muss stark sein. Selbst heute, nach 26 Jahren traue ich mich noch nicht wieder dort hin. Aber vielleicht werde ich eines Tages doch nochmal den Baum aufsuchen, wo ich meine 2 Buchstaben eingeritzt habe, in dieser kalten, nassen beschissenen Nacht.

Es lohnt sich weiter zu leben, auch wenn es noch so aussichtslos aussieht.

Danke Hptm.Lingel, Matthias M.K7, Matthias L.K3, Rene F.K7, Jens H. Hütte, Olaf P.     Vielleicht sehen wir uns in diesem Leben nochmal.

 

 

09.10.2016

Wolf Manuel Schröter

Bin durch Zufall auf Ihre Seite gestoßen. Ich kann mir vorstellen, im Zusammenhang mit den wenigen Kontakten dazu, die ich gehabt habe, was es bedeutet hat, Dienst in einem (ich sage mal so) wenig intelligenzintensiven Truppenteil zu tun. Diese Hirni-Typen, die dort das Sagen hatten (als EKs), waren unerträglich und eigentlich richtete sich diese Bewegung ja gegen einen (Soldaten) selbst. Dass das mehr oder minder "übersehen" wurde von den Vorgesetzten, macht die Sache noch schändlicher. Allerdings kann ich Ihre Erlebnisse nicht als allgemeingültig für die NVA an sich anerkennen: Ich selbst diente drei Jahre bei einer intelligenzintensiven Truppe (Funkaufklärung), da gab es solch wilde Erscheinungen und Auswüchse nicht, obwohl auch da eine (allerdings eben nicht wirklich geduldete) EK-Bewegung vorhanden war. Alles andere: Unbenommen, denn die diversen Härten erlebte ich auch und mir fiel es besonders schwer, weil ich erst mit 25 einberufen wurde. Aber da muss ich sagen: Das war ganz "heilsam" und ich habe eine Menge guter Freunde sowohl bei Mannschaften als auch Offizieren gewonnen. Später war ich selbst Reserve-Offizier, glücklicherweise auch wieder bei Nachrichten, diesmal den "kabelgebundenen"...
Freundliche Grüße W. Manuel Schröter

 

 

30.07.2016

Burkhard Brenk

Hallo Peter, ich habe Dein Buch gelesen und finde es sehr mutig von Dir Deine Geschichte niederzuschreiben. Denn es gibt noch immer GESTRIGE, gerade wieder auf der Seite „Forum der DDR Grenze" erlebt, als ich über Dein Buch berichtete. Auch ich hatte meine Erlebnisse auf der westlichen Seite,- niedergeschrieben in:" Ein Zöllner flüchtete in die DDR" unter der Eingabe des Titels gibt es einen Einblick auf Amazon. Grüsse aus Aachen, Burkhard

 

 

13.07.2016

Mike Müller

Hallo Peter Tannhoff, auch von mir eine positive Resonanz zu Deinen Seiten und den vielen Inhalten. Ich bin Jahrgang 71 und habe den Mauerfall eingesperrt in einer brandenburgischen Hubschrauberstaffel (fast gar nicht) erlebt. Im Juni 1990 wurden wir, die gehen wollten, unehrenhaft entlassen. Alles, wirklich alles, versuchte ich 25 Jahre zu verdrängen. Nicht zu verdrängen war, dass ich 7 Monate nicht nach Hause konnte und mir immer wieder eingereichter Urlaub gestrichen wurde. Dafür hasse ich diese Zeit heute noch.

Als ich 2015 dienstlich in Brandenburg zu tun hatte suchte ich anschließend das ehemalige Kasernengelände und den Flugplatz und fand die Ruinen. Der Wachdienst, welcher das Gelände bewachte machte eine einladende Geste und stellte mir frei, ob ich mit dem T5 einfach durchs Tor fahren möchte um das verfallene Gelände per Auto zu durchfahren. Als ich das Fenster unserer Bude, den Ex-Platz und den Küchentrakt sah rannen die Tränen. Tränen weil plötzlich alles wieder da war. Dieser ganze Mist von damals. Sofort erfüllte mich Hass und Schadenfreude gegenüber denjenigen, deren Arbeitsplatz mit dem Mauerfall in diesem Objekt wegfiel!

Ich freue mich darüber, dass es eine Seite gibt die Erinnerungen an damals wieder hervorruft und hoffe, dass es nie wieder eine Zeit wie die letzten Jahre in der DDR geben wird!  Alles Gute und weiter so, Mike Müller  

 

 

27.02.2016

Tino Schwerdtner

Hallo Peter,
ich bin Jahrgang 1974, habe also die NVA nicht mehr erleben müssen. Als typisches Kind der DDR musste ich jedoch auch durch die systemtypischen Mühlen gehen und schon früh erkennen, dass in der DDR so Einiges nicht stimmt. So wurde ich einmal vor der gesamten Schule gemaßregelt, nur weil ich nicht zu einer "Informationsveranstaltung" der NVA gegangen bin, zu der man erscheinen musste, wenn man von der Schule als "zukünftiger Offizier" auserkoren war. Zum Glück für meine Generation kam 1989 die Wende, so dass ich bei der Bundeswehr (1995) nur noch die Nachwehen der DDR- Ausbilder erleben musste. Heute bin ich trotzdem "Offizier", aber nicht bei der Armee, sondern bei der Polizei. Aber auch dahin haben es viele ehemalige Genossen geschafft und leider konnten sie nie von ihrem verqueren Weltbild lassen.

Dein Buch habe ich innerhalb von zwei Tagen gelesen. Jedes Wort hat mich durch Deine ausgezeichnete Darstellung in diese Zeit transportiert. Mein Gott, was habt ihr Jungs damals durchgemacht. Ob ich auch diese Stärke gehabt hätte.

Also noch einmal - ganz großes Lob zu Deinem Buch. Ich werde auch das Zweite kaufen. Viele herzliche Grüße aus Sachsen.

Tino Schwerdtner

 

 

23.08.2015

Tino Beier

Hallo Peter, mir ist zum Glück die ganze NVA Scheisse erspart geblieben.Da kam die Wende. Gut dass es Menschen wie Dich gibt die der rotlackierten Nazibande ihre Maske der Menschenfreunde vom Gesicht reissen.Was die alten Säcke anbelangt kann man nur sagen dass sie mit sich selbst genug gestraft sind. Habe selber so was im Umfeld und kann nur noch lachen über diese armseligen Würste.

 

 

18.08.2015

Bernd Müller

Ich kann die Schilderungen nur bestätigen. Ich habe von Herbst 84 bis  Frühjahr 86 gedient, war 6 Monate in Prora als Vermesser "Ausbildung zum Soldatenspezialisten" und ein Jahr in Tautenhain. War in einer Vermessereinheit in der 3. Startbatterie. Kann das aber nicht mehr mit  Sicherheit sagen. Bude war im Erdgeschoss und über uns war eine Stabsbatterie. Während meines Grundwehrdienstes wurden mehrere Soldaten  nach Schwedt geschickt und ein Offizier degradiert. Die Soldaten hatten  anderen Soldaten MKF auf die Brust geritzt. Nach 85 oder 86 war dann die EK bewegung aus verständlichen Gründen schwächer ausgebildet! Ich  empfand das System als menschenverachtend, ich durfte nicht während einer Beerdigung eines Familienangehörigen nach Hause!

 

 

04.08.2015

Rolf Sommer

Hallo, ich bin 1981 in Seelingstädt zur "Wehrübung", der Studenten der TH Magdeburg, gewesen. Heute bin ich im Krankenhaus, 2. Chemo hinter mir, Blutkrebs. Ãrzte orteten als eine der wahrscheinlichsten Ursachen diesen Aufenthalt in Seelingstädt,
dort wurde seit 1960 das in der Wismut geförderte Uranerz, zu Ammonium-Diuranat auch "Yellow Cake" genannt, aufgearbeitet. Habe einen Antrag bei der Unfallkasse des Bundes und der Bahn, auf Untersuchung gestellt, diese stellt für Wehrpflichtige der
DDR so etwas wie eine Berufsgenossenschaft dar.

 

 

30.07.2015

Thomas Rothe

Hallo Peter, in Deinem Buch ist jeder einzelne Buchstabe die Wahrheit . Dem braucht man nichts hinzuzufügen. Ich wünsche mir daß ganz Deutschland dieses Buch liest um zu erfahren, wie menschenverachtend dieses Pack war! Herzlichen Gruß!

Thomas EK 86/1 aus der 1. Stabsbatterie

 

 

04.05.2015

Enrico Erben

Ich war von 2/84 bis 1/87 in Tautenhain und verbinde gute sowie schlechte Erinnerungen damit. Könnte selber ein Buch darüber schreiben. Als "Rampenbulle" (K6 später K5) war ich stets der erste im Spez .Park und der letzte, der ihn verlassen hat. War in der 4. Batt., 8.Feuerzug (Hptm. Groß )
Freue mich echt, dass es Leute wie dich und ein Forum gibt. Denn vieles ist noch zu sagen. Ich freue mich, Kameraden von damals mal wieder zu sehen. Leuten, wie Major Tröger könnte ich heute noch ins Gesicht spucken!
Nahm auch an Jupiter '86 teil. Habe auch noch einige Fotos, Ausweis, Urkunden usw. Kann also alles belegen.
Auf der Fahrt zu Jupiter '86 leitete ich den "Zugfunk " versuchte, wenigstens etwas gute Stimmung zu verbreiten. Hielt mich natürlich nicht an die Vorgaben bezüglich der Westmusik.
Freue mich, deine Seite durch Zufall gefunden zu haben. Wünsche dir alles
Gute. Werde dein Buch lesen.

LG Rico Erben aus Kassel.
(Maybachstasse 6, 34127 Kassel, Tel.0561/58550822)
 

 

 

21.04.2015

Ralph Gassler

Hallo und guten Tag Peter Tannhoff
Zufälliger Weise bin ich auf deine WEB- Seite gestoßen. 
Neugierig geworden und Buch bei Amazon gekauft und durchgelesen.
Jeden Satz, jede Episode kann ich so unterschreiben.
Es ist absolut auch meine Geschichte.
Ich war erstaunt, dass sich  in mehr als 10 Jahren rein gar nichts verändert hatte.

Stallberg  (Nähe Torgelow) Nov.1973 bis Apr. 1975, 5. RBR, (1977 nach Demen umgezogen) Führungsbatterie, Stabszug, Fernmeldeknoten, Draht und Richt- Funk.
Batterie- Chef Führungsbatterie Hauptmann " Calis " , später Major.
Spieß Stabszug: Hauptfeldwebel " Köntopp "
Alle Höhen und Tiefen miterlebt, einschl. Kasachstan.
Als Rundfunk- und Fernsehtechniker hat mir dieser Umstand oft den Arsch gerettet.
Meine Dienstzeit wäre bestimmt unter Umständen länger ausgefallen.
Hier stimmt das Sprichwort: " Was einen nicht umbringt, macht einen härter"
 
Beste Grüsse, Ralph Gassler

 

 

25.08.2014

Peter Söchting

Hallo Herr Tannhoff
Habe das Buch Sprutz gelesen und habe viele Parallelen zu meiner Dienstzeit in der 5. Raketenbrigade einschliesslich Kasachstan ( Jupiter 87 )gefunden.Leider war ich zur Einberufung schon 26.( Strafe weil ich nicht länger dienen wollte.)Die Feststoffraketen hab ich live beim Start gesehen.
Mfg Peter Söchting (EK 87/2)

 

 

15.07.2014

Andreas Riedel

Sehr geehrter Herr Tannhoff, die Geschichte der ehemaligen NVA wird weitgehend von ehemaligen hohen Offizieren geschrieben. Ihr Buch wirkt diesen Verklärungstendenzen entgegen.
Es ist das Ziel jeder militärischen Ausbildung, Tätigkeiten zu automatisieren und den Soldaten daran zu gewöhnen, jeden, aber auch jeden Befehl unter allen Bedingungen zu erfüllen.
Der Terror in der Ausbildung fand seine Fortsetzung auf den Soldatenstuben, im Rahmen der EK – Bewegung. Dies hatte Methode und war beabsichtigt, die Truppe hielt sich selbst unter Kontrolle, Unteroffiziere und Offiziere hatten, wohl NVA –typisch, so gut wie nie auch nur ansatzweise Fähigkeiten in der Menschenführung.
Auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen, der Wehrdienst war eine Abrichtung zum Töten. Dazu muss man nur systematisch das Böse im Menschen wecken. Letztendlich wurde jeder irgendwie Teil des anachronistischen und doch so ausgeklügelten Hierarchiesystems.
Junge Leute nach der damaligen Mode frisiert und gekleidet durchschritten das Kasernentor, wurden geschoren und in die widerliche Filzuniform gesteckt – und schon wenige Tage später waren Erziehung, Kultur und Sitte verschüttet. Weil der Mensch sich anpasst und eben nicht „edel, hilfreich und gut ist.
Jede Diktatur nutzt diesen Mechanismus aus. In den Konzentrationslagern wurden die Gefangenen im Alltag von den Funktionshäftlingen drangsaliert und zu Tode geschunden, auch wenn das politisch nicht korrekt ist, die SS hat sich kaum die Hände schmutzig gemacht.
So funktioniert eine Diktatur. Wer das Internierungslage NVA erlebt hat, sollte demütig sein, wenn er Verfehlungen und Irrtümer vorangegangener Generationen beurteilt, meine ich. Wer die Armee und/oder das Gefängnis nicht kennt, weiß nicht, was der Staat ist. In der NVA wurde der Staat sichtbar, aller propagandistischen Floskeln entkleidet.
Es ist verdammt schwer, unter diktatorischen Verhältnissen anständig zu bleiben, auch wenn man religiöse und sittliche Prinzipien hat.
Ich kann allen jungen Leuten nur wünschen, nicht unter derartige Zwänge zu geraten, obwohl von Menschen gemacht, wirkt es wie eine Naturgewalt. Vielleicht trägt ehrliche Erinnerung dazu bei, dass sich ähnliches nicht wiederholt. Aber sicher bin ich mir nicht, wir Menschen ändern uns nie.

Vielleicht sozusagen als Referenz, ich selber habe im Grundwehrdienst 6 Monate in Prora und 12 Monate in Schneeberg dienen müssen. Bin als Jugendlicher körperlich eher schwächlich und psychisch auch nicht gerade stark gewesen. Da habe ich die umfassende „Fürsorge meiner Ausbilder und meiner EKs ganztägig immer wieder neu erleben dürfen. Daher glaube ich zu wissen, wovon ich rede.

Mit freundlichem Gruß
Andreas Riedel

 

 

26.06.2014

Michael Stein

Lieber Peter, danke für dieses interessante Buch. Ich muss sagen, an einigen Stellen hatte ich feuchte Augen, ich dachte immer ich war der einzige der dies so krass empfand. Jedenfalls kann ich mich an keine guten Zeiten bei der NVA EK82 erinnern. Auch ich musste 6 Tage nachdienen mit 10 anderen Jungs wegen offener Meuterei die keine war. Wir rebellierten gegen die miese Behandlung und vor allem wegen schlechter Verpflegung während des Aufstandes in Polen bei der Mobilmachung 14 Wochen Ausgangs und Urlaubssperre, in dieser Zeit zerbrach allerdings meine große Liebe im Gegensatz zu Deiner, Du Glückspilz. Ich hasse die NVA und die DDR auch heute noch, nur hatte ich nicht den Mut das Land zu verlassen, was im nachhinein betrachtet doch nicht so falsch war. Mir gehts gut familiär und finanziell.
P.S. Sehr empfehlenswert
Micha

 

 

18.03.2014

Hermann Schürzinger

Hallo Peter,
ich muss sagen, Sie haben mit den beiden Büchern (Sprutz und Geflüchtet) den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich war 1982 das erste Mal als Tourist in der DDR und habe dort eine Familie als Freunde gewonnen. Der Familienvater war schon bei der NVA und hat zu mir gesagt, dass die Bundeswehr eine Salonarmee ist. Ich konnte das nicht glauben, da ich einige Jahre zuvor selbst in der Bundeswehr gedient hatte. Aber nach dem Lesen von Sprutz ist mir ein Licht aufgegangen, wie "schön" ich es während meiner Bundeswehrzeit hatte.
Ich muss Ihren Mut bewundern, der Sie dazu in die Lage versetzten, diesen Unrechtsstaat zu verlassen. Ich hätte ihn nicht aufbringen können.
Viele Grüsse aus dem Bayerischen Wald (Achslach) von
Hermann Schürzinger

 

 

15.01.2014

Frank Bertuch

Hallo Peter, habe von '86 - '89 in Tautenhain in der Meteorologenbatterie (Batteriechef Major Horst Tischendorf) gedient. Wie Du aus den Jahreszahlen leicht erkennen kannst, war das etwas länger als 18 Monate... :'
Bin heute erst auf Deine Seite gestoßen, nach Leseprobe Buch bestellt. Nach erstem Durchlesen kamen Erinnerungen hoch... Auch wir als "Uffze" hatten unter dem EK-Regime zu "leiden", gleichwohl es bei den Meteorologen um ein vielfaches sittsamer zuging, wahrscheinlich einfach, weil dort etwas gebildetere Vorgesetzte (das Wort "Menschen" vermag ich auch dort nicht zu nennen - konnten auch ...je nach Laune...) am Ruder waren!!!
Kenne Ausschreitungen in der ehemaligen "TVK" - Transport und Versorgungskompanie, zuletzt "KMS" - Kompanie materielle Sicherstellung...
Jupiter 88 mitgemacht, leider keine eigenen Fotos, da extreme Kontrolle.
Dosimeter (Achseltaschen) und chemische Keule abgenommen, da Fahrt nach Reaktorkatastrophe '86 nah an Tschernobyl ( durch Gomel, wirste ja kennen...???) vorbei...
Man hätte ja was nachweisen können!!! ( War 1999 im Rahmen eines Urlaubes bei der Marine in Warnemünde-Hohe Düne, zum Tag der offenen Tür. Spaßeshalber Strahlung messen lassen... unbedenklich erhöht ( nach 11 Jahren !?!?!)
Vielleicht auch durch Funkmessstation verursacht... 200.000 Watt Sendeleistung sind kein Pappenstiel.
Mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen

Frank Bertuch

PS.: da war noch ein Soldat Friedrich (1988), der in die MHO einkaufen wollte und grußlos am OvD vorm Stabsgebäude vorbeirannte...und zurück gepfiffen wurde "Genosse Soldat, haben Sie nicht etwas vergessen???!!!"....Der ganz auf seinen Einkauf konzentriert : " Scheiße, mein Einkaufsbeutel..."  Da war selbst die "HOCHSAU" (den Begriff hattest Du nicht erwähnt...;-) ) sprachlos...

 

 

 

 

 

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