04.08.2015

"Wehrübungen" im radioaktiv verseuchten Seelingstädt

Nachfolgend übernehme ich einen aktuellen Gästebucheintrag zum Thema "Wehrübungen" in Seelingstädt (wurde auch von mir im  letzten Abschnitt des "Sprutz" beschrieben) . Vielleicht könnten sich weitere Geschädigte zusammentun um ihren Ansprüchen Nachdruck zu verleihen bzw sich auszutauschen. (P. Tannhoff)

Hallo, ich bin 1981 in Seelingstädt zur "Wehrübung" der Studenten der TH Magdeburg, gewesen. Heute bin ich im Krankenhaus, 2. Chemo hinter mir,  Blutkrebs. Ãrzte orteten als eine der wahrscheinlichsten Ursachen diesen Aufenthalt in Seelingstädt, dort wurde seit 1960 das in der Wismut  geförderte Uranerz zu Ammonium-Diuranat, auch "Yellow Cake" genannt, aufgearbeitet. Habe einen Antrag auf Untersuchung bei der Unfallkasse des Bundes und der  Bahn gestellt, diese stellt für Wehrpflichtige der DDR so etwas wie eine Berufsgenossenschaft dar.  mfG Rolf Sommer

 

 

13.08.2013

ARD-Dokumentation über NVA-Totalverweigerer: "Dienen bei der NVA - zur Geschichte einer deutschen Armee":

Ab 1985 soll die Totalverweigerung insgeheim möglich geworden sein. Totalverweigerer wurden einfach nicht mehr verurteilt oder inhaftiert, jeder Einzelfall wurde lt. Doku von Honecker persönlich unterschrieben. Die Möglichkeit zur Totalverweigerung ohne Konsequenzen blieb jedoch unbekannt. Wer nicht schon mit 18 oder 19 Jahren geholt wurde, musste bis zu seinem 27sten Lebensjahr damit rechnen, eingezogen zu werden. Auch war über die sog. "Bausoldaten" fast nichts bekannt. Diese spezielle Gattung gab es nur in der DDR, im übrigen Warschauer Pakt dagegen nicht.

Anmerkung P.Tannhoff.: In Anbetracht dieser späten Erkenntnis werden sich wahrscheinlich viele meiner Leidensgenossen (einschließlich mir) ärgern, dass sie von dieser Möglichkeit nichts gewußt haben. Ich ließ mich widerspruchslos zur NVA einziehen, da ich befürchtete, als Totalverweigerer im Knast zu landen bzw. als Bausoldat geschunden zu werden und mir die Gesundheit lebenslang zu ruinieren und außerdem keinen Studienplatz zu erhalten. Hätte ich nur im Entferntesten geahnt, was mich in Tautenhain erwartete, wäre ich lieber Bausoldat geworden und hätte auf das Studium verzichtet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bausoldat#Dienstbedingungentarget="new"
 

20.01.2013

Die Tautenhainer Kaserne wurde zu einem Solarpark und einem "Paintball-Spielplatz" umfunktioniert. Eigene Fotos aus dem Jahr 2013 mit erklärenden Kurztexten zum ehemaligen Raketenobjekt befinden sich hier:

 

 

 

01.12.2010

neue Tautenhain-Photos hochgeladen
mit Entlassungsbrief und Original-Tautenhainlied.

 

 

17.02.2009

The Berlin Wall - Neue Bilddokumentation von Frederick Vietri auf peter-tannhoff.de

 

 

13.05.2008

Ein Tausender pro Todesschuß: DDR Kopfgeld auf Republikflüchtlinge.

 

 

05.07.2006

In 7 Tagen am Rhein.
Der Slogan der NVA, eine reine Friedens- und Verteidigungsarmee gewesen zu sein, wird durch die kürzliche Veröffentlichung streng geheimer Pläne aus dem zentralen Warschauer Militärarchiv Lügen gestraft. Die Scud-Raketen aus Tautenhain wären auch zum Einsatz gekommen.
Quelle:
https://www.welt.de/print-welt/article215510/In-sieben-Tagen-am-Rhein.html

 

 

06.06.2006

Upload: Peter Tannhoff - Ein Mann geht seinen Weg (mp3, 2 MB)

 

 

08.04.2006

Artikel zum Erlebnispark Tautenhain im Allgemeinen Anzeiger

 

 

26.02.2006

Rezension von Sprutz im Deutschland-Archiv 1/2006

 

 

05.01.2006

Hörfunk-Sendung zu Sprutz

Sendetermin war der 17.01.06, 14.05 Uhr, auf SWR2 in der Sendereihe Dschungel.

Im Internet ist der Pressetext abrufbar unter:
http://www.zeitgeschichte-online.de/zol/_rainbow/documents/pdf/zol_radio.pdf

Copyright © 2005, 2018 Peter Tannhoff